Wir lehnen die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab
Die neue Initiative will die Bevölkerung mit einer starren Obergrenze deckeln. Wir warnen aus fachlicher Sicht vor den Konsequenzen, welche die Schweiz bei einer Annahme zu tragen hätte.
Die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums bestreiten wir nicht. Mit einer Bevölkerungsobergrenze, welche die Initiant*innen in die Verfassung festschreiben möchten, wird das Problem jedoch nicht gelöst. Im Gegenteil: Die Schweiz ist auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Die engen Beziehungen zu Europa stehen bei einer Annahme der Initiative auf dem Spiel, die humanitäre Schweiz könnte keinen Beitrag in internationalen oder transnationalen Organisationen mehr leisten. Menschen mit einer Migrationsgeschichte, werden durch die Initiative stigmatisiert und sind direkt bedroht.
Die Probleme, die die Initiative zu lösen vorgibt, werden nicht von Migrant*innen verursacht. Wir wünschen uns eine inklusive Gesellschaft und sind davon überzeugt, dass Inklusion ein Erfolgsprozess ist, von dem die grosse Mehrheit profitiert.
«Eine starre Obergrenze für Zuwanderung ignoriert die realen Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft und gefährdet unsere Sicherheit. Denn Nachhaltigkeit bedeutet auch soziale Stabilität und internationale Verantwortung. Beides wird durch pauschale Begrenzungen untergraben. Aus diesen Gründen ist die Initiative aus professioneller Sicht klar abzulehnen.«
Tom Morgenegg, Geschäftsleiter isa
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Und das Wichtigste: Stimmen Sie am 14. Juni ab!